Nacht Gedichte
Einzigartige Nacht-Gedichte
Wenn Sie Nacht-Gedichte schreiben können Sie Erinnerungen an vergangene Nächte verarbeiten oder über vergleichbare Bilder Ihre Gefühle ausdrücken.
Dunkelheit
Samtig sinkt sie nieder,
schwer lastet sie auf Stille -
taub und dunkel in der Nacht.
Heftig heben sich die Flügel,
scharf schneiden sie durch Träume -
einsam, dunkel, tausendfach.
Träge tunken sich die Wasser,
dauernd drücken sie auf Seelen -
umfangen, ertrinken - sacht.
Freiheit
Legen sich die Schatten über Sonnen,
wird das Leben frei, die Sorgen fliehn -
tun die Menschen endlich all die Dinge,
die sie sich bei Licht niemals verziehn.
Beliebte Nacht-Gedichte
Nacht und Dunkelheit haben schon immer die Poeten fasziniert. Deshalb können Sie sich an den Klassikern ein Beispiel nehmen, wenn Sie über Nacht Gedichte schreiben.
Mondnacht
von Joseph Eichdorff
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Um Mitternacht
von Eduard Mörike
Gelassen stieg die Nacht ans Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, ins Ohr.
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Das uralt alte Schlummerlied,
Sie achtet's nicht, sie ist es müd;
Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,
Der flüchtgen Stunden gleichgeschwungnes Joch.
Doch immer behalten die Quellen das Wort,
Es singen die Wasser im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Wandrers Nachtlied II
von Johann Wolfgang von Goethe
Der du von dem Himmel bist,
Alles Leid und Schmerzen stillest,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit Erquickung füllest,
Ach, ich bin des Treibens müde,
Was soll all der Schmerz und Lust?
Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust
Wandrers Nachtlied II
von Johann Wolfgang von Goethe
Über allen Gipfeln
Ist Ruh
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest auch du.
Beim Schlafengehen
von Heinrich Heine
Nun der Tag mich müd gemacht,
Soll mein sehnliches Verlangen
Freundlich die gestirnte Nacht
Wie ein müdes Kind empfangen.
Hände lasst von allem Tun,
Stirn vergiss du alles Denken,
Alle meine Sinne nun
Wollen sich in Schlummer senken.
Und die Seele unbewacht
Will in freien Flügen schweben,
Um im Zauberkreis der Nacht
Tief und tausendfach zu leben.
Nacht-Gedichte eignen sich zum Ausdruck vieler Gefühle, je nachdem welche Empfindung Sie beim Leser erreichen möchten.
