Gute Gedichte

 

Gute Gedichte

Gute Gedichte haben häufig einen tieferen Sinn. Natürlich ist "gutes Gedicht" immer relativ und hängt vom persönlichen Geschmack ab.

Aber wenn man von guten Gedichten spricht, meint man im Allgemeinen Gedichte, mit einem philosophischen oder gesellschaftskritischen Hintergrund.

Wenn Sie gute Gedichte schreiben möchten, dann sollten Sie sich in erster Linie Gedanken über die Aussage machen, die Sie treffen möchten. Die Form tritt dabei in den Hintergrund, wobei bei einem richtig guten Gedicht auch Reimschema und Wortwahl gut durchdacht sind.

Einzigartige gute Gedichte

Eine tiefgründige Aussage ist der Kern für gute Gedichte. Das können Gefühle sein, Emotionen, große Wahrheiten oder einfach nur ein kleiner Gedanke, der Sie in Ihrem Alltag berührt hat.

Kinder

Sie sind die Samen,
Früchte unsres Lebens
Doch woll'n wir ihnen
Nicht nur Wurzeln,
Sondern auch Flügel geben.
Damit sie ihre Lieder
In den Wolken singen
Wie die Engel.

Endlichkeit

Wir lachen und weinen
Wir singen und schrein
Am Ende - Stille.

Wir reden und schweigen
Wir sinken und steigen
Am Ende - Stille.

Wir rennen und gehen
Wir hören und sehen
Am Ende - Stille.

Wir geben und nehmen
Wir denken und sehnen
Am Ende - Stille.

Wir leben in Zeit
Wir sind stets bereit
Zu enden - in Stille.

Sinken

Ich stand am Fenster,
die Sonne sank
berührte den Horizont
und -
mich.

Beliebte gute Gedichte

Was die Klassiker anbelangt sind gute Gedichte sehr schwer zu identifizieren. Die meisten Stücke sind gut und einige gefallen Ihnen vielleicht, weil sie Sie ganz persönlich berühren. Deshalb hier nur eine sehr kleine Auswahl.

Hälfte des Lebens

von Friedrich Hölderlin

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
klirren die Fahnen.

Er ist's

von Eduard Mörike

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Gute Gedichte sind nicht leicht zu finden und noch schwerer zu schreiben. Aber eins ist sicher: Die Mühe lohnt sich.